Österreichische Prüfungsordnung

ÖPO 2011    ÖKV  
______________________________________________________________________________________________________                                                                                                                     Begleithundeprüfung

Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest und Sachkundenachweis


Alle Prüfungen und Wettkämpfe unterliegen in Bezug auf Durchführung und Verhalten der Beteiligten sportlichen Grundsätzen. Die Art der Vorführung und deren Beurteilung ist nachstehend genauer beschrieben. Die Vorschriften sind für alle Beteiligten bindend und alle Teilnehmer haben die gleichen Leistungsanforderungen zu erfüllen. Die Begleithundeprüfung mit Verhaltenstest und Sachkundenachweis für den Hundehalter ist für alle Hunde bindend, die nach irgend einer Prüfungsordnung oder Wettkampfordnung oder einem anderen Reglement des ÖKVs oder der FCI eine weiter Prüfung ablegen wollen oder an einem Wettkampf teilnehmen wollen. Die Prüfung darf von allen vom ÖKV ernannten Leistungsrichtern für Schutz- und Gebrauchshunde,  Breitensportrichtern, Obediencerichtern und Rettungshunderichtern beurteilt werden.  Die Veranstaltungen haben Öffentlichkeitscharakter, wodurch eine Veranstaltungsgenehmigung des ÖKVs, bzw. einer dazu berechtigten Verbandskörperschaft des ÖKVs vorliegen muss. Die Mitgliedsverbände sind an diese Rahmenbedingungen gebunden.
Allgemeine Bestimmungen Zugelassen sind Hundehalter, die den Nachweis erbringen, dass sie den Sachkundenachweisvortrag eines dem ÖKV angehörenden Mitgliedsvereines besucht haben, oder die den behördlichen Sachkundenachweis vorlegen. Für Hundehalter, die bereits mit anderen Hunden eine Begleithundeprüfung, oder Schutzhundeprüfung, oder Fährtenhundeprüfung, oder Agilityprüfung, oder Obedienceprüfung, oder Rettungshundeprüfung, oder Jagdhundeprüfung, oder Therapiehundeprüfung abgelegt haben, entfällt diese Nachweispflicht. Zugelassen sind Hunde aller Rassen und Größen. Das Zulassungsalter beträgt zwölf Monate. Die BH Prüfung mit Verhaltenstest kann im Rahmen einer Veranstaltung mit anderen Prüfungen kombiniert werden, wobei eine weitere Prüfung an einem anderen Prüfungstag abzulegen ist. Analog zu anderen Prüfungen wird diese Prüfung mit 1 Sparte gewertet, sodass von einem Leistungsrichter an einem Prüfungstag maximal 36 Hunde bewertet werden dürfen.
Unbefangenheitsprobe Vor der Zulassung zur BH-Prüfung sind die gemeldeten Hunde einer Unbefangenheitsprobe zu unterziehen, bei der auch die Identität durch Kontrolle der Tätowiernummer und/oder Chip-Nummer erfolgt. Hunde, die nicht identifizierbar sind, haben keine Startberechtigung in einer Prüfung. Die Beurteilung der Unbefangenheit erfolgt auch während der gesamten Prüfung. Hunde, die bereits die Unbefangenheitsprobe nicht bestehen, sind vom weiteren Prüfungsverlauf auszuschließen. Zeigt ein Hund, auch wenn er die erste Unbefangenheitsprobe bestanden hat, im Laufe der Prüfung Wesensmängel, kann der Leistungsrichter den Hund von der Prüfung ausschließen und muss im Leistungsheft den Vermerk – „Unbefangenheitsprobe/Verhaltenstest nicht bestanden“ – eintragen.
Bewertung Hunde, die im Teil A nicht die erforderlichen 70 % der Punkte erreichen, werden nicht zur Prüfung in den Verkehrsteil auf öffentliche Gelände mitgenommen. Am Ende der Prüfung werden keine Ergebnisse nach Punkten, sondern nur ein Werturteil „Bestanden“ oder „Nicht bestanden“ vom Richter bekannt gegeben. Die Prüfung ist bestanden, wenn im Teil A 70 % der zu erreichenden Punkte und im Teil B die Übungen vom LR als ausreichend erachtet wurden. Die Ablegung der Prüfung ist im Wiederholungsfall an keine Fristen gebunden. Jedes Prüfungsergebnis ist unabhängig vom Erfolg der Prüfung in das Leistungsheft einzutragen.

A) Begleithundeprüfung auf dem Übungsplatz Gesamtpunktezahl 60
Jede Einzelübung beginnt und endet mit der Grundstellung. Der Hund sitzt auf  der linken Seite gerade neben seinem HF mit dem rechten Schulterblatt in Kniehöhe. Das Einnehmen der Grundstellung ist zu Beginn jeder Übung nur einmal erlaubt. Die Endgrundstellung der vorhergehenden Übung kann als Ausgangsgrundstellung der folgenden Übung verwendet werden. Körperhilfen des HF sind nicht gestattet, werden sie angewandt, erfolgt ein Punkteabzug. Das Mitführen von Motivationsgegenständen oder Spielgegenständen, sowie das offensichtliche Mitführen von Futter ist nicht gestattet. Kann ein Hundeführer aufgrund körperlicher Behinderung einen Übungsteil nicht korrekt ausführen, so hat er dies vor Beginn der Prüfung dem Leistungsrichter mitzuteilen. Lässt eine Behinderung des Hundeführers das Führen des Hundes an der linken Seite des Hundeführers nicht zu, so darf der Hund analog an der rechten Seite geführt werden. Ist der Hundeführer auf einen Rollstuhl angewiesen, kann der Hund auch neben einem Rollstuhl geführt werden. Der Leistungsrichter gibt die Anweisung zu Beginn einer Übung.
Alles weitere, wie Wendungen, Halt, Wechseln der Gangart usw. wird ohne Anweisung des Leistungsrichters ausgeführt. Es ist jedoch dem Hundeführer gestattet, diese Anweisungen vom Prüfungsleiter zu erfragen.
Das Loben des Hundes ist nach jeder beendeten Übung erlaubt. Danach kann der Hundeführer eine neue Grundstellung einnehmen. Zwischen Lob und Neubeginn ist ein deutlicher Zeitabstand (mindestens ca. 3 Sekunden) einzuhalten. Zwischen den Übungen muss der Hund bei Fuß geführt werden.
1. Leinenführigkeit   15 Punkte Empfohlenes Hörzeichen „Fuß“, wobei jedes andere Hörzeichen erlaubt ist, jedoch muss für das Angehen jeweils dasselbe Hörzeichen gegeben werden. Von der Grundstellung aus hat der am tierschutzgerechten handelsüblichen Halsband oder Brustgeschirr angeleinte Hund seinem Hundeführer auf das Hörzeichen für Angehen freudig zu folgen. Das Halsband darf nicht auf Zug gestellt sein und muss locker am Hals anliegen. Zu Beginn der Übung hat der Hundeführer mit seinem Hund 40 bis 50 Schritte geradeaus zu gehen, ohne zu halten, eine Kehrtwendung zu machen und nach 10 bis 15 Schritt den Laufschritt und den langsamen Schritt zu zeigen, mindestens jeweils 10 Schritte. In der normalen Gangart sind mindestens eine Rechts-, Links- und Kehrtwendung auszuführen. Der Hund hat stets mit dem Schulterblatt in Kniehöhe an der linken Seite des HF zu bleiben. Er darf nicht vor, nach oder seitlich laufen. Die Kehrtwendung ist vom HF als Linkskehrtwendung zu zeigen. Nur beim Angehen und beim Wechsel der Gangart, sowie bei den Richtungsänderungen ist dem Hundeführer ein Hörzeichen gestattet. Bleibt der Hundeführer stehen, hat der Hund sich schnell ohne Einwirkung des Hundeführers zu setzen. Der Hundeführer darf hierbei seine Grundstellung nicht verändern und insbesondere nicht an den eventuell abseits sitzenden Hund herantreten. Die Führerleine ist während des Führens in der linken Hand zu halten und muss locker durchhängen. Auf Anweisung des Leistungsrichters geht der Hundeführer mit seinem Hund durch eine Gruppe von mindestens vier Personen. Der Hundeführer hat in der Gruppe mindestens einmal, und zwar zwischen den Personen zu  halten. Die Gruppe hat sich am Stand zu bewegen. Zurückbleiben, Vordrängen, seitliches Abweichen des Hundes, sowie zögerndes Verharren des Hundeführers bei Wendungen sind fehlerhaft.
Gruppe Das Gehen durch die Gruppe, deren Personen sich bewegen, ist in der Leinenführigkeit zu zeigen. Dabei muss jeweils mindestens einmal links und einmal rechtes (z.B. in Form einer 8) um Personen gegangen werden. Es ist mindestens einmal je Durchgang in der Nähe einer Person anzuhalten. Dem Leistungsrichter ist es freigestellt, eine Wiederholung zu verlangen. Das Loben des Hundes ist nach dem Verlassen der Gruppe nur in der abschließenden Grundstellung erlaubt. Kehrtwendung (180 Grad). Die Durchführung der Kehrtwendung ist auf zwei Arten gestattet, muss aber jeweils als Linkskehrtwendung gezeigt werden. Hierbei kann der Hund hinten um den Hundeführer herumgehen, oder die Kehrtwendung mit dem Hundeführer als Links-Wendung (Hund bleibt an der linken Seite des Hundeführers) zeigen.
2. Freifolge     15 Punkte Nach der Gruppe nimmt der Hundeführer mit seinem Hund die Grundstellung ein. Der Hund wird abgeleint, wobei die Leine entweder von der linken Schulter zur rechten Hüfte umgehängt wird oder in die rechte Tasche gesteckt wird. Auf das Hörzeichen zum Angehen soll der Hund dem Hundeführer freudig und willig an der linken Seite auf eine Distanz von 30 Schritten auf einer Geraden folgen. Vorprellen, nachhängen oder seitliches Abweichen entwerten die Übung. Falls der Hund wegläuft, ist dem Hundeführer ein dreimaliges Hörzeichen zum Kommen erlaubt und die Übung wird fortgesetzt. Kommt der Hund auf dreimaliges Rufen nicht zurück, ist die Prüfung abzubrechen.
3. Sitzübung    10 Punkte Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund geradeaus. Nach 10 bis 15 Schritten hat sich der Hund auf ein Hörzeichen (empfohlenes HZ „Sitz“) schnell zu setzen. Der Hundeführer legt die Leine ab und entfernt sich vom Hund 20 Schritte, bleibt stehen und geht auf Anweisung des Leistungsrichters zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen rechter Seite Grundstellung ein. Wenn der Hund anstatt zu sitzen, sich legt oder stehen bleibt, werden hierfür 5 Punkte abgezogen.  
4. Ablegen in Verbindung mit Herankommen  10 Punkte Von der Grundstellung aus geht der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund geradeaus. Nach 10 bis 15 Schritten  hat sich der Hund auf das Hörzeichen für Hinlegen (empfohlenes HZ „Platz“) schnell hinzulegen. Der Hund wird abgeleint und der Hundeführer entfernt sich in gerader Richtung 20 Schritte vom Hund und bleibt stehen und dreht sich zu seinem Hund um. Auf Anweisung des Richters wird der Hund vom Hundeführer gerufen. Der Hund darf entweder vor dem Hundeführer sitzen und wird anschließend mittels Hörzeichen in die Grundstellung genommen oder darf gleich in die abschließende Grundstellung gehen. Beide Varianten sind erlaubt.  Bleibt der Hund stehen oder setzt sich, kommt jedoch einwandfrei heran, so werden 5 Punkte abgezogen.
5.  Ablegen des Hundes unter Ablenkung  10 Punkte Zu Beginn der Unterordnung eines anderen Hundes legt der Hundeführer seinen Hund an einem vom Leistungsrichter angewiesenen Platz aus der Grundstellung ab. Der liegende Hund wird abgeleint und die Leine vom Hundeführer mitgenommen. Beim liegenden Hund dürfen auch keine anderen Gegenstände liegen bleiben. Der Hundeführer entfernt sich auf Anweisung des Leistungsrichters 10 Schritte in gerader Richtung vom abgelegten Hund, dreht sich zu seinem Hund um und bleibt still stehen. Während der Ablage hat der Hund ruhig liegen zu bleiben. Auf Richteranweisung, nach Beendigung der Übung 4. des zweiten Hundes, geht der Hundeführer zu seinem Hund, stellt sich auf die rechte Seite des Hund, nimmt diesen mit Hörzeichen für Aufsitzen in Grundstellung und leint ihn an. Ein Hund, der die eingenommene Position um mehr als 3 Meter verlässt, hat die Übung nicht bestanden. Unruhiges Verhalten des Hundeführers, sowie andere versteckte Hilfen sind fehlerhaft.
Ein Hund, der bei den Übungen 1 bis 5 nicht mindestens 70 % (42 Punkte) erreicht, scheidet von der weiteren Prüfung aus.
B) Prüfung im Verkehr Allgemeines
Die nachfolgenden Übungen finden außerhalb des Übungsgeländes in einem geeigneten Umfeld statt. Der Leistungsrichter legt mit dem Prüfungsleiter fest, wo und wie die Übungen im öffentlichen Verkehrsraum (Straßen, Wege oder Plätze) durchgeführt werden. Der öffentliche Verkehrt darf nicht beeinträchtigt werden. Die Durchführung dieses Teiles der Prüfung erfordert wegen ihrer Eigenart einen erheblichen Zeitaufwand. Die Leistungsanforderungen dürfen nicht durch oberflächliche Abnahme vieler Hunde beeinträchtigt werden. Punkte werden für die einzelnen Übungen des Teiles B nicht vergeben. Für das Bestehen dieser Prüfungsabteilung ist der gesamte Eindruck über den sich im Verkehr/Öffentlichkeit bewegenden Hund maßgeblich. Die nachfolgend beschriebenen Übungen sind Anregungen und können durch den Leistungsrichter individuell auf die örtlichen Gegebenheiten angepasst werden. Der Leistungsrichter ist berechtigt bei Zweifeln in der Beurteilung der Hunde Übungen zu wiederholen bzw. zu variieren.
Prüfungsablauf
1. Begegnung mit Personengruppe Auf Anweisung des Leistungsrichters begeht der Hundeführer mit seinem angeleinten Hund einen angewiesenen Straßenabschnitt auf dem Gehweg. Der Leistungsrichter folgt dem Team in angemessener Entfernung. Der Hund soll an der linken Seite des Hundeführers an lose hängender Leine – mit der Schulter in Kniehöhe des Hundeführers – willig folgen. Dem Fußgänger- oder Fahrradverkehr gegenüber hat sich der Hund gleichgültig zu verhalten. Auf seinem Weg wird der Hundeführer von einem vorbeilaufenden Passanten (Auftragsperson) geschnitten. Der Hund hat sich neutral und unbeeindruckt zu zeigen. Hundeführer und Hund gehen weiter durch eine aufgelockerte Personengruppe von mindestens 6 Personen, in der eine Person den Hundeführer anspricht und mit Handschlag begrüßt. Der Hund auf Anweisung durch den Hundeführer neben ihm zu sitzen oder zu liegen und hat sich während der kurzen Unterhaltung ruhig zu verhalten.
2. Begegnung mit Radfahrern Der angeleinte Hund geht  mit seinem Hundeführer einen Weg entlang und wird zunächst von hinten von einem Radfahrer überholt, der dabei Klingelzeichen gibt. In großem Abstand wendet der Radfahrer und kommt Hundeführer und Hund entgegen. Dabei werden nochmals Klingelzeichen gegeben. Das Vorbeifahren hat so zu erfolgen, dass sich der Hund zwischen Hundeführer und vorbeifahrendem Radfahrer befindet. Der angeleinte Hund hat sich den Radfahrern gegenüber neutral und unbefangen zu zeigen.
3. Begegnung mit Autos Der Hundeführer geht mit seinem angeleinten Hund an mehreren Autos vorbei. Dabei wird eines der Fahrzeuge gestartet. Bei einem anderen Auto wird eine Tür zugeschlagen. Währen der Hundeführer und Hund weitergehen, hält ein Auto neben ihnen. Die Fensterscheibe wird herunter gedreht und der Hundeführer um eine Auskunft gebeten. Dabei hat der Hund auf Anweisung des Hundeführers zu sitzen oder zu liegen. Der Hund hat sich ruhig und unbeeindruckt gegenüber Autos und allen Verkehrsgeräuschen zu zeigen.
4. Begegnung mit Joggern oder Inline Scatern Der Hundeführer geht mit seinem angeleinten Hund einen ruhigen Weg entlang. Mindestens zwei Jogger überholen ihn, ohne das Tempo zu verringern. Haben sich die Jogger entfernt, kommen erneut Jogger dem Hund und Hundeführer entgegen und laufen an ihnen vorbei, ohne die Geschwindigkeit abzusetzen. Der Hund muss nicht korrekt bei Fuß gehen, darf die überholenden bzw. entgegenkommenden Personen jedoch nicht belästigen. Es ist statthaft, dass der Hundeführer seinen Hund während der Begegnung in Sitz- oder Platzposition bringt. Statt der Jogger können auch ein oder zwei Inline Scater Hund und Hundeführer überholen oder ihnen entgegen kommen.
5. Begegnung mit anderen Hunden beim Überholen und Entgegenkommen eines anderen Hundes und Hundeführers hat sich der Hund neutral zu verhalten. Der Hundeführer kann das Hörzeichen für Fußgehen wiederholen oder den Hund bei der Begegnung in die Sitz- oder Platzposition bringen.
6. Verhalten des kurzfristig im Verkehr angeleint allein gelassenen Hundes, Verhalten gegenüber Tieren Auf Anweisung des Leistungsrichters begeht der Hundeführer mit angeleintem Hund den Gehweg einer mäßig belebten Straße. Nach kurzer Strecke hält der Hundeführer auf Anweisung des Leistungsrichters und befestigt die Führerleine an einem Zaun, Mauerring oder dergleichen. Der Hundeführer begibt sich außer Sicht. Der Hund darf stehen, sitzen oder liegen. Während der Abwesenheit des Hundeführers geht ein Passant (Auftragsperson) mit einem angeleinten Hund in der seitlichen Entfernung von etwa fünf Schritten am Prüfungshund vorbei. Der alleingelassene Hund hat sich während der Abwesenheit des Führers ruhig zu verhalten. Den vorbeigeführten Hund (keine Raufer verwenden) hat er ohne Angriffshandlung (starkes Zerren an der Leine, andauerndes Bellen) passieren zu lassen. Auf Richteranweisung wird der Hund wieder abgeholt. 
In der Durchführung der Prüfung kann der amtierende Leistungsrichter variieren.

 

Begleithundeprüfung BgH-1 


Übung 1 : Leinenführigkeit 30 Punkte
Übung 2 : Freifolge 30 Punkte
Übung 3 : Sitz aus der Bewegung 15 Punkte
Übung 4 : Ablegen in Verbindung mit Herankommen 15 Punkte
Übung 5 : Ablegen unter Ablenkung 10 Punkte
Gesamt  100 Punkte 
Allgemeine Bestimmungen Der LR oder PL gibt die Anweisung für den Beginn einer Übung. Alles weitere, wie Wendungen, Anhalten, Wechseln der Gangart usw. werden ohne Anweisung ausgeführt. Auf Wunsch des HF können diese Anweisungen auch gegeben werden. Die HZ sind in der Prüfungsordnung verankert. Führt ein Hund nach dem dritten gegebenen HZ eine Übung nicht aus, ist diese zu beenden (Bewertung 0 Punkte). Beim Abrufen kann anstelle des HZ „Hier“ auch der Name des Hundes verwendet werden. Der Name des Hundes in Verbindung mit dem HZ „Hier“ gilt jedoch als Doppelhörzeichen. In der Grundstellung sitzt der Hund eng und gerade an der linken Seite des HF, sodass die Schulter des Hundes mit dem Knie des HF abschließt. Jede Übung beginnt und endet mit der Grundstellung. Die Abschlussgrundstellung einer Übung gilt als Anfangsgrundstellung der nächsten Übung, sofern ein Positionswechsel nicht erforderlich ist. Das Einnehmen der Grundstellung am Anfang der Übung ist nur einmal erlaubt. Aus der Grundstellung heraus erfolgt die sogenannte Entwicklung. Der HF muss sie mindestens 10, jedoch höchstens 15 Schritte zeigen, bevor das HZ zur Ausführung der Übung gegeben wird. Zwischen den Übungsteilen Vorsitzen und Abschluss oder beim Herantreten an den abliegenden Hund, sind deutliche Pausen einzuhalten (ca. 3 Sekunden). Beim Abholen kann der HF von vorne oder von hinten an seinen Hund herantreten. Ein kurzes Lob ist nur nach jeder beendeten Übung und nur in Grundstellung erlaubt. Danach kann der HF eine neue Grundstellung einnehmen. Jedenfalls muss zwischen Lob und Neubeginn ein deutlicher Zeitabstand (ca. 3 sec.) eingehalten werden. Die Freifolge ist auch auf den eventuell notwendigen Wegen zwischen den Übungen zu zeigen. Ein Auflockern oder Spielen ist nicht erlaubt. Die Kehrtwendung ist vom HF nach links auszuführen. Der Hund kann bei der Kehrtwendung entweder hinter dem HF herumkommen oder vorne zurückgehen, die Ausführung muss innerhalb einer Prüfung gleich sein. Nach dem Vorsitzen kann der Hund entweder hinten herum als auch von vorne in die Grundstellung gehen. Wird eine Übung oder ein Übungsteil nach drei HZ nicht ausgeführt, so ist die jeweilige Übung abzubrechen. Verlässt der Hund den HF oder den Vorführplatz und kommt auf dreimaliges Rufen nicht zurück, wird die Unterordnung abgebrochen. Zu jedem HZ ist zusätzlich ein Sichtzeichen erlaubt. Ein Sichtzeichen ist eine einmalige, kurze Handbewegung, ohne den Hund dabei zu berühren.
1. Leinenführigkeit -  30 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“. Das HZ ist beim Angehen, bei den Wendungen und beim Wechsel der Gangart erlaubt. b) Ausführung: Der HF begibt sich mit seinem angeleinten Hund zum LR, lässt seinen Hund absitzen und stellt sich vor. Die Leine muss in der linken Hand locker durchhängend gehalten werden. Von der Grundstellung aus muss der Hund dem HF auf das HZ „Fuß“ aufmerksam, freudig und gerade folgen, mit dem Schulterblatt immer in Kniehöhe an der linken Seite des HF bleiben und sich beim Anhalten selbständig, schnell und gerade setzen. Zu Beginn der Übung muss der HF mit seinem Hund 50 Schritte geradeaus gehen ohne anzuhalten, nach der Kehrtwendung und weiteren 10 bis 15 Schritte den Laufschritt und den langsamen Schritt zeigen (jeweils mindestens 10 Schritte). Der Übergang vom Laufschritt in den langsamen Schritt muss ohne Zwischenschritte ausgeführt werden. Die verschiedenen Gangarten müssen sich deutlich in der Geschwindigkeit unterscheiden. Im normalen Schritt ist dann mindestens eine Rechts-,  Links- und Kehrtwendung auszuführen. Das Anhalten ist mindestens einmal aus dem normalen Schritt zu zeigen. Auf Anweisung des LR muss der HF mit seinem Hund durch eine sich bewegende Gruppe von mindestens vier Personengehen. Der HF muss mit seinem Hund dabei eine Person rechts und eine Person links umgehen und mindestens ein Mal in der Gruppe anhalten. Dem LR ist es freigestellt, eine Wiederholung zu fordern. Der HF mit seinem Hund verlässt die Gruppe. c) Bewertung: Vorlaufen, seitliches Abweichen, Zurückbleiben, zusätzliche HZ, Körperhilfen, Unaufmerksamkeit und/oder Gedrücktheit des Hundes entwerten entsprechend. 
2. Freifolge  - 30 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“. Das HZ ist beim Angehen, bei den Wendungen und beim Wechsel der Gangart erlaubt.
b) Ausführung: Der HF nimmt seinen Hund in Grundstellung und leint ihn ab. Von der Grundstellung aus muss der Hund dem HF auf das HZ „Fuß“ aufmerksam, freudig und gerade folgen, mit dem Schulterblatt immer in Kniehöhe an der linken Seite des HF bleiben und sich beim Anhalten selbständig, schnell und gerade setzen. Zu Beginn der Übung muss der HF mit seinem Hund 50 Schritte geradeaus gehen ohne anzuhalten, nach der Kehrtwendung und weiteren 10 bis 15 Schritte den Laufschritt und den langsamen Schritt zeigen (jeweils mindestens 10 Schritte). Der Übergang vom Laufschritt in den langsamen Schritt muss ohne Zwischenschritte ausgeführt werden. Die verschiedenen Gangarten müssen sich deutlich in der Geschwindigkeit unterscheiden. Im normalen Schritt ist dann mindestens eine Rechts-, Links- und Kehrtwendung auszuführen. Das Anhalten ist mindestens einmal aus dem normalen Schritt zu zeigen. c) Bewertung: Vorlaufen, seitliches Abweichen, Zurückbleiben, zusätzliche HZ, Körperhilfen, Unaufmerksamkeit und/oder Gedrücktheit des Hundes entwerten entsprechend.
3. Sitz aus der Bewegung - 15 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Sitz“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten muss sich der Hund auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade setzen, ohne dass der HF seine Gangart unterbricht verändert oder sich umsieht. Nach weiteren 20 Schritten bleibt der HF stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen rechter Seite Grundstellung ein. c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, langsames Absitzen und unruhiges Sitzen entwerten entsprechend. Wenn der Hund anstatt zu sitzen, sich legt oder stehenbleibt, werden 7 Punkte abgezogen.
4. Ablegen in Verbindung mit Herankommen  - 15 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Platz“, „Hier“, „Fuß“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten muss sich der Hund auf das HZ „Platz“ schnell und gerade hinlegen, ohne dass der HF seine Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Der HF geht noch etwa 20 Schritte geradeaus, bleibt stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR ruft der HF seinen Hund mit dem HZ „Hier“ oder dem Namen des Hundes zu sich. Der Hund muss freudig, schnell und direkt herankommen und sich entweder dicht und gerade vor den HF setzen, oder sofort in die Abschlussgrundstellung gehen. Zeigt der Hund ein Vorsitzen, muss der Hund  auf  das HZ „Fuß“ sich schnell und gerade links neben seinen HF setzen. Der HF leint seinen Hund an. c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, langsames Hinlegen, unruhiges Liegen, langsames Hereinkommen bzw. langsamer Werden beim Hereinkommen, Fehler beim Vorsitzen und beim Abschluss entwerten entsprechend. Sitzt oder steht der Hund nach dem HZ „Platz“, werden 7 Punkte abgezogen.
5. Ablegen des Hundes unter Ablenkung 10 Punkte a) Hörzeichen: „Platz“, „Sitz“ b) Ausführung: Zu Beginn der Unterordnung eines anderen Hundes legt der HF seinen Hund mit dem HZ „Platz“ an einem vom LR angewiesenen Platz ab, und zwar ohne die Leine oder irgendeinen Gegenstand bei ihm zu lassen. Nun geht der HF, ohne sich umzusehen, innerhalb des Prüfungsgeländes wenigstens 20 Schritte vom Hund weg und bleibt zum Hund gewendet ruhig stehen. Der Hund muss ohne Einwirkung des HF ruhig liegen, während der andere Hund die Übungen 1 bis 4 zeigt. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund und stellt sich an dessen rechte Seite. Nach ca. 3 Sek. muss sich der Hund nach Anweisung des LR auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade aufsetzen. Der HF leint seinen Hund an. c) Bewertung: Unruhiges Verhalten des HF sowie andere versteckte Hilfen, unruhiges Liegen des Hundes, zu frühes Aufstehen des Hundes beim Abholen entwerten entsprechend. Steht oder sitzt der Hund, bleibt aber am Ablegeplatz, erfolgt eine Teilbewertung. Entfernt sich der Hund vor Vollendung der Übung 2 des vorgeführten Hundes um mehr als 3 Meter vom Ablegeplatz, so ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten. Verlässt der Hund danach den Ablegeplatz, erhält er eine Teilbewertung. Kommt der Hund dem HF beim Abholen entgegen, erfolgt ein Abzug bis zu 3Punkten.      

 

Begleithundeprüfung BgH-2 


Übung 1 : Leinenführigkeit 20 Punkte
Übung 2 : Freifolge 20 Punkte
Übung 3 : Sitz aus der Bewegung 15 Punkte
Übung 4 : Ablegen in Verbindung mit Herankommen 15 Punkte
Übung 5 : Bringen 10 Punkte
Übung 6 : Voransenden 10 Punkte
Übung 7 : Ablegen unter Ablenkung 10 Punkte
Gesamt 100 Punkte 
Allgemeine Bestimmungen  Der LR oder PL gibt die Anweisung für den Beginn einer Übung. Alles weitere, wie Wendungen, Anhalten, Wechseln der Gangart usw. werden ohne Anweisung ausgeführt. Auf Wunsch des HF können diese Anweisungen auch gegeben werden. Die HZ sind in der Prüfungsordnung verankert. Führt ein Hund nach dem dritten gegebenen HZ eine Übung nicht aus, ist diese zu beenden (Bewertung 0 Punkte). Beim Abrufen kann anstelle des HZ „Hier“ auch der Name des Hundes verwendet werden. Der Name des Hundes in Verbindung mit dem HZ „Hier“ gilt jedoch als Doppelhörzeichen. In der Grundstellung sitzt der Hund eng und gerade an der linken Seite des HF, sodass die Schulter des Hundes mit dem Knie des HF abschließt. Jede Übung beginnt und endet mit der Grundstellung. Die Abschlussgrundstellung einer Übung gilt als Anfangsgrundstellung der nächsten Übung, sofern ein Positionswechsel nicht erforderlich ist. Das Einnehmen der Grundstellung am Anfang der Übung ist nur einmal erlaubt. Aus der Grundstellung heraus erfolgt die sogenannte Entwicklung. Der HF muss sie mindestens 10, jedoch höchstens 15 Schritte zeigen, bevor das HZ zur Ausführung der Übung gegeben wird. Zwischen den Übungsteilen Vorsitzen und Abschluss oder beim Herantreten an den abliegenden Hund, sind deutliche Pausen einzuhalten (ca. 3 Sekunden). Beim Abholen kann der HF von vorne oder von hinten an seinen Hund herantreten. Ein kurzes Lob ist nur nach jeder beendeten Übung und nur in Grundstellung erlaubt. Danach kann der HF eine neue Grundstellung einnehmen. Jedenfalls muss zwischen Lob und Neubeginn ein deutlicher Zeitabstand (ca. 3 sec.) eingehalten werden. Die Freifolge ist auch auf den eventuell notwendigen Wegen zwischen den Übungen zu zeigen. Ein Auflockern oder Spielen ist nicht erlaubt. Die Kehrtwendung ist vom HF nach links auszuführen. Der Hund kann bei der Kehrtwendung entweder hinter dem HF herumkommen oder vorne zurückgehen, die Ausführung muss innerhalb einer Prüfung gleich sein. Nach dem Vorsitzen kann der Hund entweder hinten herum als auch von vorne in die Grundstellung gehen. Wird eine Übung oder ein Übungsteil nach drei HZ nicht ausgeführt, so ist die jeweilige Übung abzubrechen. Verlässt der Hund den HF oder den Vorführplatz und kommt auf dreimaliges Rufen nicht zurück, wird die Unterordnung abgebrochen. Zu jedem HZ ist zusätzlich ein Sichtzeichen erlaubt. Ein Sichtzeichen ist eine einmalige, kurze Handbewegung, ohne den Hund dabei zu berühren.
1. Leinenführigkeit  - 20 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“ Das HZ ist beim Angehen, bei den Wendungen und beim Wechsel der Gangart erlaubt. b) Ausführung: Der HF begibt sich mit seinem angeleinten Hund zum LR, lässt seinen Hund absitzen und stellt sich vor. Die Leine muss in der linken Hand locker durchhängend gehalten werden. Von der Grundstellung aus muss der Hund dem HF auf das HZ „Fuß“ aufmerksam, freudig und gerade folgen, mit dem Schulterblatt immer in Kniehöhe an der linken Seite des HF bleiben und sich beim Anhalten selbständig, schnell und gerade setzen. Zu Beginn der Übung muss der HF mit seinem Hund 50 Schritte geradeaus gehen ohne anzuhalten, nach der Kehrtwendung und weiteren 10 bis 15 Schritten den Laufschritt und den langsamen Schritt zeigen (jeweils mindestens 10 Schritte). Der Übergang vom Laufschritt in den langsamen Schritt muss ohne Zwischenschritte ausgeführt werden. Die verschiedenen Gangarten müssen sich deutlich in der Geschwindigkeit unterscheiden. Im normalen Schritt ist dann mindestens eine Rechts-, Links- und Kehrtwendung auszuführen. Das Anhalten ist mindestens einmal aus dem normalen Schritt zu zeigen. Auf Anweisung des LR muss der HF mit seinem Hund durch eine sich bewegende Gruppe von mindestens vier Personen gehen. Der HF muss mit seinem Hund dabei eine Person rechts und eine Person links umgehen und mindestens einmal in der Gruppe anhalten. Dem LR ist es freigestellt, eine Wiederholung zu fordern. Der HF mit seinem Hund verlässt die Gruppe, hält an und leint seinen sitzenden Hund ab. c) Bewertung: Vorlaufen, seitliches Abweichen, Zurückbleiben, zusätzliche HZ, Körperhilfen, Unaufmerksamkeit und/oder Gedrücktheit des Hundes entwerten entsprechend.
2. Freifolge  -     20 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“. Das HZ ist beim Angehen, bei den Wendungen und beim Wechsel der Gangart erlaubt. b) Ausführung: Von der Grundstellung aus muss der Hund dem HF auf das HZ „Fuß“ aufmerksam, freudig und gerade folgen, mit dem Schulterblatt immer in Kniehöhe an der linken Seite des HF bleiben und sich beim Anhalten selbständig, schnell und gerade setzen. Zu Beginn der Übung muss der HF mit seinem Hund durch eine sich bewegende Gruppe von mindestens vier Personen gehen. Der HF muss mit seinem Hund dabei eine Person rechts und eine Person links umgehen und mindestens einmal in der Gruppe anhalten. Der HF mit seinem Hund verlässt die Gruppe und begibt sich zum Ausgangspunkt. Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem Hund 50 Schritte ohne anzuhalten geradeaus, und zeigt nach der Kehrtwendung und weiteren 10 bis 15 Schritten den Laufschritt und den langsamen Schritt (jeweils mindestens 10 Schritte). Der Übergang vom Laufschritt in den langsamen Schritt muss ohne Zwischenschritte ausgeführt werden. Die verschiedenen Gangarten müssen sich deutlich in der Geschwindigkeit unterscheiden. Im normalen Schritt ist dann mindestens eine Rechts-, Links- und Kehrtwendung auszuführen. Das Anhalten ist mindestens einmal aus dem normalen Schritt zu zeigen. c) Bewertung: Vorlaufen, seitliches Abweichen, Zurückbleiben, zusätzliche HZ, Körperhilfen, Unaufmerksamkeit und/oder Gedrücktheit des Hundes entwerten entsprechend.
3. Sitz aus der Bewegung  -    15 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Sitz“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten muss sich der Hund auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade setzen, ohne dass der HF seine Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Nach weiteren 20 Schritten bleibt der HF stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen rechter Seite Grundstellung ein. c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, langsames Absitzen und unruhiges Sitzen entwerten entsprechend. Wenn der Hund anstatt zu sitzen, sich legt oder stehenbleibt, werden 7 Punkte abgezogen.
4. Ablegen in Verbindung mit Herankommen  - 15 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Platz“, „Hier“, „Fuß“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten muss sich der Hund auf das HZ „Platz“ schnell und gerade hinlegen, ohne dass der HF seine Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Der HF geht noch etwa 20 Schritte geradeaus, bleibt stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR ruft der HF seinen Hund mit dem HZ „Hier“ oder dem Namen des Hundes zu sich. Der Hund muss freudig, schnell und direkt herankommen und sich entweder dicht und gerade vor den HF setzen, oder sofort in die Abschlussgrundstellung gehen. Zeigt der Hund ein Vorsitzen, muss der Hund  auf  das HZ „Fuß“ sich schnell und gerade links neben seinen HF setzen. Auf das HZ „Fuß“ muss sich der Hund schnell und gerade links neben seinen HF setzen. c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, langsames Hinlegen, unruhiges Liegen, langsames Hereinkommen bzw. langsamer Werden beim Hereinkommen, Fehler beim Vorsitzen und beim Abschluss entwerten entsprechend. Sitzt oder steht der Hund nach dem HZ „Platz“, werden 7 Punkte abgezogen.
5. Bringen auf ebener Erde -   10 Punkte a) Hörzeichen: „Bring“, „Aus“, „Fuß“ b) Ausführung: Aus der Grundstellung wirft der HF ein dem HF gehörendes Bringholz etwa 10 Schritte weit weg. Das HZ „Bring“ darf erst gegeben werden, wenn das Bringholz ruhig liegt. Der ruhig und frei neben seinem HF sitzende Hund muss auf das HZ „Bring“ schnell und direkt auf das Bringholz zulaufen, es sofort aufnehmen und seinem HF schnell und direkt bringen. Der Hund muss sich dicht und gerade vor seinen HF setzen oder sich sofort an die linke Seite des Hundeführers setzen und das Bringholz so lange ruhig im Fang halten, bis der HF ihm nach einer Pause von ca. 3 Sek. das Bringholz mit dem HZ „Aus“ abnimmt. Das Bringholz muss nach der Abgabe mit nach unten ausgestrecktem Arm, ruhig an der rechten Körperseite gehalten werden. Auf das HZ „Fuß“ muss sich der Hund schnell und gerade links neben seinen HF setzen. Der HF darf während der gesamten Übung seinen Standort nicht verlassen. c) Bewertung: Fehler in der Grundstellung, langsames Hinlaufen, Fehler beim Aufnehmen, langsames Zurückkommen, Fallenlassen des Bringholzes, Spielen oder Knautschen mit dem Bringholz, Fehler beim Vorsitzen und Abschluss entwerten entsprechend. Zu kurzes Werfen des Bringholzes und Hilfen des HF ohne Veränderung des Standortes entwerten ebenfalls
entsprechend. Verlässt der HF seinen Standort bevor der Abschluss erfolgt ist, wird die Übung mit „Mangelhaft“ bewertet. Bringt der Hund nicht, ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten.
6. Voraussenden mit Hinlegen    -  10 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Voran“, „Platz“, „Sitz“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund in der ihm angewiesenen Richtung geradeaus. Nach 10-15 Schritten gibt der HF dem Hund unter gleichzeitigem, einmaligem Erheben des Armes das HZ „Voran“ und bleibt stehen. Hierauf muss sich der Hund zielstrebig, geradlinig und in schneller Gangart mindestens 30 Schritte in der angezeigten Richtung entfernen. Auf Richteranweisung gibt der HF das HZ „Platz“, worauf sich der Hund sofort hinlegen muss. Der HF darf den Arm so lange richtungsweisend hochhalten, bis sich der Hund gelegt hat. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund zurück und tritt rechts neben ihn. Nach ca. 3 Sek. Muss sich der Hund nach Anweisung des LR auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade aufsetzen. Der HF leint seinen Hund an.  c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, Mitlaufen des HF, zu langsames Voranlaufen, starkes seitliches Abweichen, zu kurze Entfernung, zögerndes oder vorzeitiges Hinlegen, unruhiges Liegen bzw. vorzeitiges Aufstehen beim Abholen entwerten entsprechend.
7. Ablegen des Hundes unter Ablenkung       -  10 Punkte a) Hörzeichen: „Platz“, „Sitz“ b) Ausführung: Zu Beginn der Unterordnung eines anderen Hundes legt der HF seinen Hund mit dem HZ „Platz“ an einem vom LR angewiesenen Platz ab, und zwar ohne die Leine oder irgendeinen Gegenstand bei ihm zu lassen. Nun geht der HF, ohne sich umzusehen, innerhalb des Prüfungsgeländes wenigstens 20 Schritte vom Hund weg und bleibt zum Hund gewendet ruhig stehen. Der Hund muss ohne Einwirkung des HF ruhig liegen, während der andere Hund die Übungen 1 bis 5 zeigt. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund und stellt sich an dessen rechte Seite. Nach ca. 3 Sek. muss sich der Hund nach Anweisung des LR auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade aufsetzen. Der HF leint seinen Hund an.  c) Bewertung: Unruhiges Verhalten des HF sowie andere versteckte Hilfen, unruhiges Liegen des Hundes, zu frühes Aufstehen des Hundes beim Abholen entwerten entsprechend. Steht oder sitzt der Hund, bleibt aber am Ablegeplatz, erfolgt eine Teilbewertung. Entfernt sich der Hund vor Vollendung der Übung 3 des vorgeführten Hundes um mehr als 3 Meter vom Ablegeplatz, so ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten. Verlässt der Hund danach den Ablegeplatz, erhält er eine Teilbewertung. Kommt der Hund dem HF beim Abholen entgegen, erfolgt ein Abzug bis zu 3 Punkten.  


Begleithundeprüfung BgH-3 


Übung 1 : Freifolge 20 Punkte
Übung 2 : Sitz aus der Bewegung 10 Punkte
Übung 3 : Ablegen in Verbindung mit Herankommen 10 Punkte
Übung 4 : Stehenbleiben aus dem Schritt 10 Punkte
Übung 5 : Bringen auf ebener Erde 15 Punkte
Übung 6 Bringen über eine Schrägwand (140 cm) 15 Punkte
Übung 7 : Voraussenden10 Punkte
Übung 8 : Ablegen unter Ablenkung 10
Punkte Gesamt 100 Punkte 
Allgemeine Bestimmungen Der LR oder PL gibt die Anweisung für den Beginn einer Übung. Alles weitere, wie Wendungen, Anhalten, Wechseln der Gangart usw. werden ohne Anweisung ausgeführt. Auf Wunsch des HF können diese Anweisungen auch gegeben werden. Die HZ sind in der Prüfungsordnung verankert. Führt ein Hund nach dem dritten gegebenen HZ eine Übung nicht aus, ist diese zu beenden (Bewertung 0 Punkte). Beim Abrufen kann anstelle des HZ „Hier“ auch der Name des Hundes verwendet werden. Der Name des Hundes in Verbindung mit dem HZ „Hier“ gilt jedoch als Doppelhörzeichen. In der Grundstellung sitzt der Hund eng und gerade an der linken Seite des HF, sodass die Schulter des Hundes mit dem Knie des HF abschließt. Jede Übung beginnt und endet mit der Grundstellung. Die Abschlussgrundstellung einer Übung gilt als Anfangsgrundstellung der nächsten Übung, sofern ein Positionswechsel nicht erforderlich ist. Das Einnehmen der Grundstellung am Anfang der Übung ist nur einmal erlaubt. Aus der Grundstellung heraus erfolgt die sogenannte Entwicklung. Der HF muss sie mindestens 10, jedoch höchstens 15 Schritte zeigen, bevor das HZ zur Ausführung der Übung gegeben wird. Zwischen den Übungsteilen Vorsitzen und Abschluss oder beim Herantreten an den abliegenden Hund, sind deutliche Pausen
einzuhalten (ca. 3 Sekunden). Beim Abholen kann der HF von vorne oder von hinten an seinen Hund herantreten. Ein kurzes Lob ist nur nach jeder beendeten Übung und nur in Grundstellung erlaubt. Danach kann der HF eine neue Grundstellung einnehmen. Jedenfalls muss zwischen Lob und Neubeginn ein deutlicher Zeitabstand (ca. 3 sec.) eingehalten werden. Die Freifolge ist auch auf den eventuell notwendigen Wegen zwischen den Übungen zu zeigen. Ein Auflockern oder Spielen ist nicht erlaubt. Die Kehrtwendung ist vom HF nach links auszuführen. Der Hund kann bei der Kehrtwendung entweder hinter dem HF herumkommen oder vorne zurückgehen, die Ausführung muss innerhalb einer Prüfung gleich sein. Nach dem Vorsitzen kann der Hund entweder hinten herum als auch von vorne in die Grundstellung gehen. Wird eine Übung oder ein Übungsteil nach drei HZ nicht ausgeführt, so ist die jeweilige Übung abzubrechen. Verlässt der Hund den HF oder den Vorführplatz und kommt auf dreimaliges Rufen nicht zurück, wird die Unterordnung abgebrochen. Zu jedem HZ ist zusätzlich ein Sichtzeichen erlaubt. Ein Sichtzeichen ist eine einmalige, kurze Handbewegung, ohne den Hund dabei zu berühren.
1. Freifolge  20 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“. Das HZ ist beim Angehen, bei den Wendungen und beim Wechsel der Gangart erlaubt. b) Ausführung: Der HF begibt sich mit seinem frei folgenden Hund zum LR, lässt seinen Hund absitzen und stellt sich vor. Aus gerader Grundstellung muss der Hund dem HF auf das HZ „Fuß“ aufmerksam, freudig und gerade folgen, mit dem Schulterblatt immer in Kniehöhe an der linken Seite des HF bleiben und sich beim Anhalten selbständig, schnell und gerade setzen. Zu Beginn der Übung geht der HF mit seinem Hund 50 Schritte ohne anzuhalten geradeaus, nach der Kehrtwendung und weiteren 10 bis 15 Schritten muss der HF den Laufschritt und den langsamen Schritt zeigen (jeweils mindestens 10 Schritte). Der Übergang vom Laufschritt in den langsamen Schritt muss ohne Zwischenschritte ausgeführt werden. Die verschiedenen Gangarten müssen sich deutlich in der Geschwindigkeit unterscheiden. Im normalen Schritt ist dann mindestens eine Rechts-, Links- und Kehrtwendung auszuführen. Das Anhalten ist mindestens einmal aus dem normalen Schritt zu zeigen. Am Ende der Übung geht der HF mit seinem Hund auf Anweisung des LR in eine sich bewegende Gruppe von mindestens vier Personen. Der HF muss mit seinem Hund dabei eine Person rechts und eine Person links umgehen und mindestens einmal in der Gruppe anhalten. Dem LR ist es freigestellt, eine Wiederholung zu fordern. Der HF mit seinem Hund verlässt die Gruppe und nimmt Grundstellung ein. c) Bewertung: Vorlaufen, seitliches Abweichen, Zurückbleiben, zusätzliche HZ, Körperhilfen, Unaufmerksamkeit und/oder Gedrücktheit des Hundes entwerten entsprechend. Die Reihenfolge der Übungen 2 bis 6 werden vom LR aus folgenden 5 Varianten durch Los festgestellt : 
Variante 1 : Übung 2 - 4 - 5 - 6 - 3
Variante 2 : Übung 4 - 3 - 6 - 2 - 5
Variante 3 : Übung 6 - 4 - 5 - 3 - 2
Variante 4 : Übung 3 - 2 - 6 - 5 - 4
Variante 5 : Übung 5 - 6 - 3 - 2 - 4
Alle Teilnehmer müssen die Übungen 2 bis 6 in der gleichen Reihenfolge vorführen. 
2. Sitz aus der Bewegung    10 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Sitz“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten muss sich der Hund auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade setzen, ohne dass der HF seine Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Nach weiteren 20 Schritten bleibt der HF stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund zurück und nimmt an dessen rechter Seite Grundstellung ein.  c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, langsames Absitzen und unruhiges Sitzen entwerten entsprechend. Wenn der Hund anstatt zu sitzen, sich legt oder stehenbleibt, werden 5 Punkte abgezogen. 
3. Ablegen in Verbindung mit Herankommen 10 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Platz“, „Hier“, „Fuß“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15Schritten muss sich der Hund auf das HZ „Platz“ schnell und gerade hinlegen, ohne
dass der HF seine Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Der HF geht noch etwa 20 Schritte geradeaus, bleibt stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR ruft der HF seinen Hund mit dem HZ „Hier“ oder dem Namen des Hundes zu sich. Der Hund muss freudig, schnell und direkt herankommen und sich entweder dicht und gerade vor den HF setzen, oder sofort in die Abschlussgrundstellung gehen. Zeigt der Hund ein Vorsitzen, muss der Hund  auf  das HZ „Fuß“ sich schnell und gerade links neben seinen HF setzen.  c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, langsames Hinlegen, unruhiges Liegen, langsames Hereinkommen bzw. langsamer Werden beim Hereinkommen, Fehler beim Vorsitzen und beim Abschluss entwerten entsprechend. Sitzt oder steht der Hund nach dem HZ „Platz“, werden 5 Punkte abgezogen.
4. Stehenbleiben aus dem Schritt  - 10 Punkte a) Hörzeichen „Fuß“, „Steh“, „Sitz“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund geradeaus. Nach 10-15 Schritten muss der Hund auf das HZ „Steh“ sofort und gerade stehenbleiben, ohne dass der HF die Gangart unterbricht, verändert oder sich umsieht. Nach weiteren 20 Schritten bleibt der HF stehen und dreht sich sofort zu seinem Hund um. Auf Anweisung des LR geht der HF direkt zu seinem Hund zurück und stellt sich an dessen rechte Seite. Nach ca. 3 Sek. muss sich der Hund nach Anweisung des LR auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade setzen. c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, Nachziehen beim HZ, unruhiges Stehen, Nachgehen, unruhiges Verhalten beim Zurückkommen des HF, langsames Absitzen beim Abschluss entwerten entsprechend. Sitzt oder liegt der Hund nach dem HZ „Steh“ werden 5 Punkte abgezogen.
5. Bringen auf ebener Erde   - 15 Punkte a) Hörzeichen: „Bring“, „Aus“, „Fuß“ b) Ausführung: Aus der Grundstellung wirft der HF ein dem HF gehörendes Bringholz etwa 10 Schritte weit weg. Das HZ „Bring“ darf erst gegeben werden, wenn das Bringholz ruhig liegt. Der ruhig und frei neben seinem HF sitzende Hund muss auf das HZ „Bring“ schnell und direkt auf das Bringholz zulaufen, es sofort aufnehmen und seinem HF schnell und direkt bringen. Der Hund muss sich entweder dicht und gerade vor seinen HF setzen oder sich sofort an die linke Seite des Hundeführers setzen und das Bringholz so lange ruhig im Fang halten, bis der HF ihm nach einer Pause von ca. 3 Sek. das Bringholz mit dem HZ „Aus“ abnimmt. Das Bringholz muss nach der Abgabe mit nach unten ausgestrecktem Arm, ruhig an der rechten Körperseite gehaltenwerden. Auf das HZ „Fuß“ muss sich der Hund schnell und gerade links neben seinen HF setzen. Der HF darf während der gesamten Übung seinen Standort nicht verlassen. c) Bewertung: Fehler in der Grundstellung, langsames Hinlaufen, Fehler beim Aufnehmen, langsames Zurückkommen, Fallenlassen des Bringholzes, Spielen oder Knautschen mit dem Bringholz, Grätschstellung des HF, Fehler beim Vorsitzen und Abschluss entwerten entsprechend. Zu kurzes Werfen des Bringholzes und Hilfen des HF ohne Veränderung des Standortes entwertet ebenfalls. Verlässt der HF seinen Standort bevor der Abschluss erfolgt ist, wird die Übung mit „Mangelhaft“ bewertet. Bringt der Hund nicht, ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten.
6. Klettersprung über eine Schrägwand (140 cm)  - 15 Punkte a) Hörzeichen: „Hopp“, „Bring“, „Aus“, „Fuß“ b) Ausführung: Der HF nimmt mit seinem Hund in angemessener Entfernung vor der auf eine Höhe von 140 cm gestellte Schrägwand Grundstellung ein. Aus der Grundstellung wirft der HF ein dem HF gehörendes Bringholz über die Schrägwand. Das HZ „Hopp“ darf erst gegeben werden, wenn das Bringholz ruhig liegt. Der ruhig und frei neben seinem HF sitzende Hund muss auf die HZ „Hopp“ - „Bring“ (das HZ „Bring“ muss während des Sprunges gegeben werden) über die Schrägwand klettern, schnell und direkt auf das Bringholz zulaufen, es sofort aufnehmen, sofort über die Schrägwand zurückklettern und das Bringholz seinem HF schnell und direkt bringen. Der Hund hat sich entweder dicht und gerade vor seinen HF zu setzen, oder sich sofort an die linke Seite des Hundeführers zu setzen und das Bringholz so lange ruhig im Fang zu halten, bis der HF ihm nach einer Pause von ca. 3 Sek. das Bringholz mit dem HZ „Aus“ abnimmt. Das Bringholz muss nach der Abgabe mit nach unten ausgestrecktem Arm, ruhig an der rechten Körperseite gehalten werden. Auf das HZ „Fuß“ muss sich der Hund schnell und gerade links neben seinen HF setzen. Der HF darf während der gesamten Übung seinen Standort nicht verlassen. c) Bewertung: Fehler in der Grundstellung, langsames Springen und Hinlaufen, Fehler beim Aufnehmen, langsames Zurückspringen, Fallenlassen des Bringholzes, Spielen oder Knautschen mit dem Bringholz, Grätschstellung des HF, Fehler beim Vorsitzen und Abschluss entwerten entsprechend. Punkteaufteilung für Bringen über eine Schrägwand: Hinsprung – Bringen -  Rücksprung   5 Punkte -  5 Punkte -  5 Punkte 
Eine Teilbewertung der Übung ist nur möglich wenn von den drei Teilen (Hinsprung – Bringen – Rücksprung) mindestens zwei Teile erfüllt werden, wobei eine Teilbewertung nur dann erfolgt, wenn das Bringholz gebracht wurde. Sprünge und Bringen einwandfrei = 15 Punkte Hin- oder Rücksprung nicht ausgeführt, Bringholz einwandfrei gebracht = 10 Punkte Hin- und Rücksprung einwandfrei, Bringholz nicht gebracht = 0 Punkte Liegt das Bringholz stark seitlich oder für den Hund schlecht sichtbar, so hat der HF nach Befragen oder auf Hinweis des LR die Möglichkeit das Bringholz ohne Punkteabzug erneut zu werfen. Der Hund muss dabei sitzen bleiben. HF-Hilfen ohne Veränderung des Standortes, entwerten entsprechend. Verlässt der HF seinen Standort bevor der Abschluss erfolgt ist, wird die Übung mit „Mangelhaft“ bewertet.
7. Voraussenden mit Hinlegen   - 10 Punkte a) Hörzeichen: „Fuß“, „Voran“, „Platz“, „Sitz“ b) Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem frei folgenden Hund in der ihm angewiesenen Richtung geradeaus. Nach 10-15 Schritten gibt der HF dem Hund unter gleichzeitigem, einmaligem Erheben des Armes das HZ „Voran“ und bleibt stehen. Hierauf muss sich der Hund zielstrebig, geradlinig und in schneller Gangart mindestens 30 Schritte in der angezeigten Richtung entfernen. Auf Richteranweisung gibt der HF das HZ „Platz“, worauf sich der Hund sofort hinlegen muss. Der HF darf den Arm so lange richtungsweisend hochhalten, bis sich der Hund gelegt hat. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund zurück und tritt rechts neben ihn. Nach ca. 3 Sek. Muss sich der Hund nach Anweisung des LR auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade aufsetzen. c) Bewertung: Fehler in der Entwicklung, Mitlaufen des HF, zu langsames Voranlaufen, starkes seitliches Abweichen, zu kurze Entfernung, zögerndes oder vorzeitiges Hinlegen, unruhiges Liegen bzw. vorzeitiges Aufstehen beim Abholen entwerten entsprechend.
8. Ablegen des Hundes unter Ablenkung  - 10 Punkte a) Hörzeichen: „Platz“, „Sitz“ b) Ausführung: Zu Beginn der Unterordnung eines anderen Hundes legt der HF seinen Hund mit dem HZ „Platz“ an einem vom LR angewiesenen Platz ab, und zwar ohne die Leine oder irgendeinen Gegenstand bei ihm zu lassen. Nun geht der HF, ohne sich umzusehen, innerhalb des Prüfungsgeländes wenigstens 20 Schritte vom Hund weg und bleibt zum Hund gewendet ruhig stehen. Der Hund muss ohne Einwirkung des HF ruhig liegen, während der andere Hund die Übungen 1 bis 6 zeigt. Auf Anweisung des LR geht der HF zu seinem Hund und stellt sich an dessen rechte Seite. Nach ca. 3 Sek. muss sich der Hund nach Anweisung des LR auf das HZ „Sitz“ schnell und gerade aufsetzen. c) Bewertung: Unruhiges Verhalten des HF sowie andere versteckte Hilfen, unruhiges Liegen des Hundes, zu frühes Aufstehen des Hundes beim Abholen entwerten entsprechend. Steht oder sitzt der Hund, bleibt aber am Ablegeplatz, erfolgt eine Teilbewertung. Entfernt sich der Hund vor Vollendung der Übung 3 des vorgeführten Hundes um mehr als 3 Meter vom Ablegeplatz, so ist die Übung mit 0 Punkten zu bewerten. Verlässt der Hund danach den Ablegeplatz, erhält er eine Teilbewertung. Kommt der Hund dem HF beim Abholen entgegen, erfolgt ein Abzug bis zu 3 Punkten.

Breitensport

1.13. Einteilung der Größenklassen
Um die unterschiedlichen Voraussetzungen hinsichtlich der Größe der teilnehmenden Hunde zu berücksichtigen, werden diese in 3 Gruppen eingeteilt:
Gruppe 1: Hunde bis einschließlich 30 cm Schulterhöhe
Gruppe 2: Hunde über 30 cm bis einschließlich 50 cm Schulterhöhe
Gruppe 3: Hunde mit einer Schulterhöhe von über 50 cm.
Jede Größenklasse hat eine angepasste Hürdenhöhe beim Hürden- und Hindernislauf sowie eine unterschiedliche Tiefe des Weitsprungs beim Hindernislauf.
Die Gruppenzugehörigkeit wird beim ersten Antritt im Leistungsheft vom amtierenden BSR eingetragen und ist für alle weiteren Antritte verbindlich. Ein einmaliges Nachmessen ist nach einem beim ÖKV-Leistungsreferat eingebrachten offiziellen Protest durch einen vom ÖKV-Leistungsreferat nominierten Richter möglich. 
1.14. Altersklasseneinteilung
Jeder Teilnehmer an einer BS-Veranstaltung wird gemäß seinem Alter einer der folgenden Altersklassen zugeordnet:
Jüngstenklasse: von dem Tag an, an dem der Jugendliche den Hund ohne fremde Hilfe zum Start führen kann bis zu dem Kalenderjahr, in dem das 10. Lebensjahr vollendet wird (keine Teilung in männlich / weiblich)
Jugendklasse: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 11. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Juniorenklasse: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 15. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Aktivenklasse A: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 19. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Aktivenklasse B: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Altersklasse A: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 41. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
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Altersklasse B: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 51. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Seniorenklasse A: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 61. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Seniorenklasse B: von dem Kalenderjahr ab, in dem das 71. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Ehrenklasse: vom dem Kalenderjahr ab, in dem das 80. Lebensjahr vollendet wird (geteilt in männlich / weiblich)
Zur Überprüfung der Richtigkeit der Angaben zur Person ist von den Teilnehmern ein amtlicher Lichtbildausweis mitzuführen.
Alle Antritte bei BS-Veranstaltungen mit einmaliger Absolvierung aller 4 Teildisziplinen, die im Rahmen der angeführten Altersklasseneinteilung stattfinden, sind als Prüfung gemäß den definierten Anforderungen für die jeweilige Altersklasse zu werten. Alle anderen Antritte, die auf Basis dieser Prüfungsordnung, aber mit abweichendem Wertungsmodus (z.B. mit zusammengefassten Altersklassen) stattfinden, sind als „Open“ ins Leistungsheft einzutragen, gelten aber nicht als Prüfung. Für „Open“-Antritte werden keine Gesamtnoten vergeben.
Bei Absolvierung eines vollen Vierkampfs (einmal BS-Unterordnung, je zweimal Laufbewerbe) zählen die BS-Unterordnung (mit Gewichtungsfaktor 0,7) sowie der erste Durchgang der Laufbewerbe als Prüfung im Sinne dieser Prüfungsordnung. 
1.15. Zeitmessung
Bei BS-Turnieren ist der Einsatz einer elektronischen Zeitmessung anzustreben. Die Zeitmessung erfolgt in 1/100 Sekunden. Eine Laufzeitsekunde entspricht einem Laufzeitpunkt, d.h. auch die Punkteermittlung erfolgt auf 1/100 Punkte genau. 
Das erste Durchqueren der Startlinie löst die Zeitnehmung aus, aber erst, nachdem beide Partner die Startlinie und Ziellinie korrekt passiert haben, wird die Endzeit genommen. Ein mehrmaliges Durchqueren des Lichtschrankens durch denselben Partner oder ein Durchlaufen gegen die Richtung führen zu keinen Fehlern der elektronischen Zeitmessung.
Neben der elektronischen Zeitnehmung ist in jedem Fall zusätzlich eine Handstoppung vorzunehmen, welche ebenfalls mitprotokolliert werden muss. Bei Ausfall der elektronischen Zeitnehmung gilt automatisch die händisch ermittelte Zeit. Steht keine elektronische Zeitnehmung zur Verfügung oder fällt diese während eines laufenden Bewerbes aus, ist die Zeit von 2 Handstoppern (1 Hauptzeitnehmer, 1 Kontrollzeitnehmer) zu messen.

2. Breitensport-Wettkämpfe
2.1. Breitensport-Vierkampf

Der Breitensport-Vierkampf besteht aus den Disziplinen Breitensport-Unterordnung (siehe 3.) und den Breitensport-Laufbewerben (siehe 4.).
Die Laufbewerbe umfassen den Slalomlauf (siehe 4.1.), den Hürdenlauf (siehe 4.2.) und den Hindernislauf (siehe 4.3.).
Die Reihenfolge der vier Disziplinen im Wettkampf ist beliebig und muss vom Veranstalter bei Turnierbeginn bekannt gegeben werden. 
Bei einer BS-Prüfung werden sowohl die BS-Unterordnung als auch die Laufbewerbe je einmal absolviert. BS-Wettkämpfe können als sog. Sprintturniere (alle 4 Teildisziplinen einmal) oder als volle Vierkampfturniere (BS-Unterordnung einmal, Laufbewerbe je zweimal) durchgeführt werden. Volle Vierkampfturniere können auch zweitägig ausgeschrieben werden.
Bei einmaliger Absolvierung aller 4 Teildisziplinen werden die in der BS- Unterordnung erzielten Punkte (max. 60) zur Ergebnisermittlung (siehe 1.9.) mit einem Gewichtungsfaktor von 0,7 multipliziert.
Sollte es sich aus Zeit- oder organisatorischen Gründen als erforderlich erweisen, kann die BS-Unterordnung in verkürzter Form ohne Leinenführigkeit durchgeführt werden. Für die Freifolge-Übung werden in diesem Fall max. 30 Punkte vergeben. Sollte der Hundeführer auf der Verwendung einer Leine bestehen, sind für diese Übung max. 15 Punkte erreichbar.
2.2. Weitere Breitensport-Turniere
Breitensport-Turniere können auch in jeder beliebigen Kombination der Breitensport- Unterordnung mit einzelnen Laufdisziplinen (z.B. Unterordnung + Hindernislauf) oder als reine Laufbewerbe (ohne Unterordnung) durchgeführt werden. Die Art und die Anzahl der angebotenen Disziplinen sowie die Art der punktemäßigen Bewertung sind vom Veranstalter in der jeweiligen Ausschreibung genau anzuführen. Derartige Bewerbe zählen nicht als Prüfung im Sinne dieser BS-Prüfungsordnung und sind als OPEN – Bewerbe auszuschreiben. 
3. Breitensport-Unterordnung
Bei der BS-Unterordnung sind alle Arten von locker anliegenden handelsüblichen Halsbändern (z.B. Stoff-, Leder- oder grobgliedrige Kettenhalsbänder) erlaubt. Die Halsbänder dürfen nicht auf Zug gestellt sein. Korallen- und Stachelhalsbänder sind verboten.
Der Hund geht an der linken Seite des Hundeführers, sodass die Schulter des Hundes mit dem Knie des HFs abschneidet. Körperbehinderten HF ist es auf deren Wunsch erlaubt, den Hund auf der rechten Seite (ohne Punkteabzug) zu führen.
In der Grundstellung nimmt der Hund die Position „Sitz“ ein. Auch das „Steh“ als einheitliche Position in der Grundstellung ist möglich, wenn der HF dies zu Beginn dem BSR mitgeteilt hat. 
Alle Kehrtwendungen können vom Hundeführer einheitlich als Links- oder Rechtskehrtwendung gezeigt werden. Im Falle einer Linkskehrtwendung oder bei Einnahme der Grundstellung nach dem Vorsitzen kann der Hund entweder hinter dem HF herumkommen oder vorne zurückgehen, die Ausführung muss innerhalb einer Prüfung aber gleich sein. 
Die verlangte Leistung ist vom Hund auf ein einmaliges, kurz abgegebenes Hörzeichen des HF exakt durchzuführen, wobei der HF die Hörzeichen frei wählen kann. Führt der Hund eine Übung oder einen Übungsteil nach dem dritten gegebenen Hörzeichen nicht aus, ist die jeweilige Übung zu beenden (Bewertung 0 Punkte). Zu jedem Hörzeichen können auch einmalige, kurz abgegebene Sichtzeichen verwendet werden. Ein Sichtzeichen ist eine einmalige, kurze Handbewegung, ohne den Hund dabei zu berühren. Der HF darf seinen Hund nach Beendigung jeder der 4 Teilübungen kurz loben. Die Verabreichung von Futter sowie die Verwendung von Motivationsmitteln (z.B. Spielzeug) sind nicht gestattet.
Sollte sich ein Hund während einer Übung in der UO entleeren, so ist diese Übung mit 0 Punkten zu bewerten. Passiert dies zwischen 2 Übungen, dann ist die Folgeübung mit 0 zu bewerten. 
Der BSR muss sich über die Leistung des Hundes ein klares Bild machen können. Er ist in Zweifelsfällen dazu berechtigt, eine Übung wiederholen zu lassen.  Verlässt der Hund den HF oder den Übungsplatz und kommt auf dreimaliges Rufen nicht zurück, ist die Übung abzubrechen. Es erfolgt eine Teilbewertung der bis zum Abbruch gezeigten Leistung.
3.1 Leinenführigkeit
Aufgabe: Gehen und Laufen mit angeleintem Hund. Eingefügt sind Wendungen, Tempowechsel und Anhalten. 
max. erreichbare Punkte: 15
Ausführung: Der HF geht aus der Grundstellung mit seinem angeleinten Hund 40 Schritte in normaler Gangart geradeaus, macht eine Kehrtwendung und geht, ohne die Gangart zu verändern, zurück, wobei eine Rechts-, eine Linkswendung und ein Anhalten eingefügt sind. Nach einer weiteren Kehrtwendung erfolgt der gleiche Übungsablauf im Laufschritt, jedoch ohne Anhalten. Vor der dritten Kehrtwendung erfolgt ein Übergang in den normalen Schritt, nach der Kehrtwendung endet die Übung mit der Grundstellung (siehe Laufschema UO).
Zwischen den Wendungen müssen mindestens 20 Schritte liegen. Beim Angehen und Anhalten, sowie beim Gangartwechsel und den Wendungen ist ein einmaliges Hörzeichen erlaubt. Die Leine ist lose durchhängend in der linken Hand zu halten.  
Bewertung: Die volle Punktzahl kann nur ein HF erhalten, dessen Hund an lockerer Leine freudig mitgeht, hierzu keine Hilfen oder zusätzliche Hörzeichen benötigt, nicht vorprellt oder nachhängt, seitlich nicht abweicht und weder unaufmerksam noch gedrückt ist. 
3.2. Freifolge 
Aufgabe: Gehen und Laufen mit freifolgendem Hund. Eingefügt sind Wendungen, Tempowechsel und Anhalten. 
max. erreichbare Punkte: 15
Ausführung: Wie die unter 3.1. beschriebene Übungen, jedoch mit freifolgendem Hund. Die Führleine ist umzuhängen oder in die Tasche zu stecken (siehe Laufschema UO).
Wird auf Wunsch des HF keine Freifolge gezeigt, entfallen die 15 Punkte. Es folgt die nächste Übung. 
Bewertung:  Die Höchstbewertung erhält nur der HF, dessen Hund über den gesamten Verlauf der Übung freudig mitgeht und hierzu keine Hilfen oder zusätzliche Hörzeichen benötigt, nicht vorprellt oder nachhängt, seitlich nicht abweicht und weder unaufmerksam noch gedrückt ist.
3.3. Sitzübung 
Aufgabe: Absetzen des Hundes aus der Bewegungen und Abholen. Die Übung wird mit freifolgendem Hund gezeigt.
max. erreichbare Punkte: 15 
Ausführung: Aus der Grundstellung geht der HF mit seinem freifolgenden Hund auf ein Hörzeichen mindestens 10 Schritte geradeaus. Auf ein weiteres Hörzeichen muss sich der Hund schnell und gerade hinsetzen. Ohne sein Tempo zu verändern, anzuhalten oder sich umzusehen geht der HF 20 Schritte weiter, hält an und dreht sich zum Hund. Auf Anweisung des BSR geht der HF zum Hund zurück und nimmt die Grundstellung ein (siehe Laufschema UO). 
Bewertung:  Legt sich der Hund bei der Sitzübung oder bleibt stehen, so sind 7 Punkte abzuziehen. Hilfen oder unsaubere Ausführung haben ebenfalls Punkteabzug zur Folge.
3.4. Platzübung 
Aufgabe:  Ablegen des Hundes aus der Bewegung und Heranrufen. Die Übung wird mit freifolgendem Hund gezeigt.
Max. erreichbare Punkte: 15 
Ausführung: Von der Grundstellung aus geht der HF mit seinem freifolgenden Hund auf ein Hörzeichen mindestens 10 Schritte geradeaus. Auf ein weiteres Hörzeichen muss sich der Hund schnell und gerade hinlegen. Ohne sein Tempo zu verändern, anzuhalten oder sich umzusehen geht der HF 20 Schritte weiter, hält an und dreht sich zum Hund. Auf Anweisung des BSR ruft der HF den Hund mit einem Hörzeichen zu sich heran. Der Hund soll freudig und auf direktem Weg zum Hundeführer gelaufen kommen und sich ohne weitere Hilfestellung dicht vor diesen setzen. Mit einem Hörzeichen geht der Hund rasch in die Grundstellung. Die Übung kann auch ohne Vorsitzen durchgeführt werden, d.h. der hereinlaufende Hund geht in diesem Fall ohne weitere Hilfestellung direkt aus der Bewegung in die Grundstellung. Das Hereinrufen ohne Vorsitzen muss dem BSR nicht bekannt gegeben werden (siehe Laufschema UO). 
Bewertung: Bleibt der Hund bei der Platzübung stehen oder setzt sich, so sind 7 Punkte abzuziehen. Kommt der Hund trotz dreimaligen Abrufens nicht zum HF, sind ebenfalls 7 Punkte abzuziehen, der Hund ist dann abzuholen. Hilfen und eine unsaubere Ausführung haben ebenfalls einen Punkteabzug zur Folge.

4.  Breitensport-Laufbewerbe
4.1. Slalomlauf
Aufgabe: Der HF durchläuft mit seinem Hund einen mit Stangen ausgesteckten Zickzackkurs, der aus einem Start- und einem Zieltor und 5 weiteren Toren besteht.
Ausgangspunktezahl: 100
Wird die Übung mit freifolgendem Hund gezeigt, kommen 10 Bonuspunkte hinzu. Bei Absolvierung des Slalomlaufs in 2 Durchgängen müssen beide Durchgänge in der gleichen Art – entweder mit oder ohne Leine – durchgeführt werden.
Die Laufstrecke beträgt ca. 75 m und ist lt. Skizze (siehe Anhang) bindend. Das Laufschema kann auch gespiegelt (also Start nach links, sonst identische Maße) verwendet werden, auf diesen Umstand muss aber in der Ausschreibung hingewiesen werden. Zum Aufbau der Slalomstrecke benötigt man eine Fläche von 45 x 10 m. Die Torstangen müssen mindestens 180 cm hoch, elastisch und gut sichtbar sein. Um die Verletzungsgefahr des Teams zu minimieren müssen die Halterungen der Slalomstangen im Boden versenkt sein. 
Die Slalomstangen dürfen nicht auf in den Boden geschlagene Stöcke oder Eisenstangen gesteckt werden. Der lichte Abstand zwischen den Torstangen beträgt 140 cm. 
Die Startraumbegrenzung ist lt. Skizze (siehe Anhang) zu markieren. Der Starthelfer hat dafür zu sorgen, dass die hintere Begrenzung des Startraumes nicht überschritten wird.
Ausführung:  Wenn der HF aufgerufen wird, nimmt er mit dem Hund Aufstellung im gekennzeichneten Startraum. Nach Startfreigabe überqueren beide die Startlinie und durchlaufen die Slalomstrecke. Die Tore müssen von HF und Hund in Laufrichtung absolviert werden. Fehler bei den Toren (z.B. Hund läuft an Tor außen vorbei) können korrigiert werden. Beide überqueren in Laufrichtung die Ziellinie.
Bewertung:  Gemessen wird die Laufzeit zwischen dem Abgang des ersten Partners (HF oder Hund) an der Startlinie und dem Überschreiten der Ziellinie durch den letzten Partner.  
Eine Laufzeitsekunde entspricht einem Laufzeitpunkt. Die Ausgangspunkte minus Laufzeitpunkte minus Fehlerpunkte ergeben die Endpunkte. 
Jedes Tor, das vom HF oder vom Hund oder von beiden nicht durchlaufen wird, wird mit 5 Fehlerpunkten bewertet. Jede Geräte- oder Hundeberührung durch den HF, die mit einem Vorteil für das Team Hund/HF verbunden ist, wird mit je 2 Fehlerpunkten bewertet. Wird ein Hund an Leine oder Halsband gezogen bzw. so beschleunigt, dass er seinen natürlichen Bewegungsablauf zwangsweise verändert, so sind bis zu 30 Punkte abzuziehen. Wenn HF und Hund ein Tor ohne erkennbaren Versuch, es korrekt zu passieren, auslassen, sind pro ausgelassenem Tor 20 Fehlerpunkte abzuziehen. 
4.2. Hürdenlauf 
Aufgabe: Der HF absolviert mit seinem Hund eine Laufstrecke, bei der zwischen Start und Ziel drei in gerader Linie aufgestellte Hürden zu überqueren sind.
 Ausgangspunktezahl: 80 
Wird die Übung mit freifolgendem Hund gezeigt, kommen 10 Bonuspunkte hinzu. Bei Absolvierung des Hürdenlaufs in 2 Durchgängen müssen beide Durchgänge in der gleichen Art – entweder mit oder ohne Leine – durchgeführt werden.
Der HF muss mit dem Hund auf einer Laufstrecke von 50m drei hintereinander aufgestellte und 200cm breite Hürden überspringen, außer in der Jüngstenklasse und ab der Altersklasse B. Hier läuft der HF unmittelbar links oder rechts parallel zu den Hürden mit, nur der Hund muss die Hürden überspringen. Dies gilt ebenso für körperbehinderte HF oder HF mit einem entsprechenden fachärztlichen Attest. In diesem Fall werden zur tatsächlich gelaufenen Zeit pro Durchgang 3 Sekunden hinzugerechnet. 
Das Attest ist bei der Anmeldung am Veranstaltungstag unaufgefordert vorzuweisen, über die Gültigkeit für diesen Bewerb entscheidet der amtierende BSR. Das Original des Attestes verbleibt beim Hundeführer.
Die Höhe der Hürden beträgt je nach Größe des Hundes: 
Gruppe 1: 30 cm Gruppe 2: 40 cm Gruppe 3: 40 cm
Jede der Hürden besteht aus 2 Auflagenböcken bzw. Seitenteilen mit Auflagen, die leicht auf die 2 Höhen eingestellt werden können. Die Seitenteile müssen so niedrig und schmal sein, dass auch für Hundeführer, die die Übung mit angeleintem Hund –  auch ohne selbst zu springen – absolvieren, keine Gefahr besteht, mit der Leine bei den Seitenteilen hängenzubleiben. Die Hürdenauflagen müssen so geformt sein, dass die Hürdenstangen von Hund oder HF leicht abgeworfen werden können. Die Hürdenstangen sind 200 cm breit und aus leichtem Material (Holz oder Kunststoff).  
Das Laufschema für den Hürdenlauf lt. Skizze (siehe Anhang) ist bindend. Der Abstand von der Startlinie zur ersten Hürde bzw. von der dritten Hürde zur Ziellinie beträgt 15 m, zwischen den Hürden beträgt er 10 m. 
Die Startraumbegrenzung ist lt. Skizze (siehe Anhang) zu markieren. Der Starthelfer hat dafür zu sorgen, dass die hintere Begrenzung des Startraumes nicht überschritten wird.
Ausführung: Wenn der HF aufgerufen wird, nimmt er mit dem Hund Aufstellung im gekennzeichneten Startraum. Nach Startfreigabe überqueren beide die Startlinie und überspringen im Lauf die Hürden (Ausnahmen siehe oben). Die Hürden müssen von HF und Hund in Laufrichtung übersprungen werden. Fehler bei den Hürden (z.B. Hund läuft an Hürde außen vorbei, Hund läuft unter Hürde durch) können korrigiert werden, sofern die Hürdenstange noch nicht abgeworfen wurde. Beide überqueren in Laufrichtung die Ziellinie.
Bewertung: Gemessen wird die Laufzeit zwischen dem Abgang des ersten Partners (HF oder Hund) an der Startlinie und dem Überschreiten der Ziellinie durch den letzten Partner.
Eine Laufzeitsekunde entspricht einem Laufzeitpunkt. Die Ausgangspunkte minus Laufzeitpunkte minus Fehlerpunkte ergeben die Endpunkte.
Für jede Hürde, die vom Hund oder vom HF oder von beiden nicht übersprungen, abgeworfen oder unterlaufen wird, werden 5 Fehlerpunkte vergeben. Jede Geräte- oder Hundeberührung durch den HF, die mit einem Vorteil für das Team Hund/HF verbunden ist, wird mit je 2 Fehlerpunkten bewertet.
4.3. Hindernislauf
Aufgabe: Der HF absolviert mit seinem Hund eine Laufstrecke, bei der zwischen Start und Ziel vom Hund acht verschiedene Hindernisse zu überqueren sind, während der HF unmittelbar parallel zur Hindernisbahn mitläuft.
Ausgangspunktezahl: 90 
Der Hindernislauf darf nur mit freifolgendem Hund absolviert werden.
Die folgenden Hindernisse dürfen in beliebiger Reihenfolge aufgestellt werden, jedoch darf die Schrägwand nicht das erste Hindernis sein. (Geräteskizzen siehe Anhang) 
2 Hürden: 100 cm breit, 30/40/50 cm hoch je nach Gruppe. Die Ausleger (Standfüße) laut Abb. im Anhang
1 Schrägwand: Breite 150 cm, Höhe 120 cm, Länge der Seitenteile 190 cm, 
Ausstellbreite 295 cm; rutschfester Belag bei Auf- und Abgang, je 4 abgerundete Kletterleisten auf beiden Seiten die Verbundstelle der beiden Seitenteile muss mit einem rutschfestem Belag abgedeckt sein.
1 Tunnel: lichte Breite 40 cm, lichte Höhe 80 cm, Gesamtlänge 350 cm; standfest, innen ohne vorstehende Teile oder scharfe Kanten, (Kantenschutz) 
1 Laufsteg: Gesamthöhe 65 cm, Breite 40 cm, Länge 450 cm, am Anfang und Ende je ein Schrägauflauf mit Breite 40 cm, Länge 120 cm, Ausstelllänge 100cm; rutschfester Belag
1 Halbtonne: 60 cm Durchmesser, d.h. Sprunghöhe 30 cm, 80 bis 100 cm breit; rutschfester Belag auf Oberfläche
1 Reifen: Innendurchmesser 70 cm, unterster Punkt des Innendurchmessers (Sprungkante) nicht mehr als 30 cm vom Boden; unterer Reifenteil ausgefüllt (Alternativen mit den gleichen Maßen sind möglich)
1 Hochweitsprung: Breite 100 cm, leicht abwerfbare Hürdenstangen
  1. Stange 2. Stange Weite Gruppe 1 10 cm 20 cm 40 cm Gruppe 2 20 cm 30 cm 70 cm Gruppe 3 30 cm 40 cm 100 cm
Die Gesamtlänge der Hindernisbahn beträgt 75 m. Das erste Hindernis steht 3 m hinter der Startlinie, das letzte 3 m vor der Ziellinie.
Die Hindernisbahn ist im Normalfall in gerader Linie aufgebaut. Bei beengten Platzverhältnissen kann sie auch in einem Bogen verlaufen oder als "U" aufgebaut werden. Dies hat jedoch der durchführende Verein in der Ausschreibung bekannt zu geben.
Die Startraumbegrenzung ist lt. Skizze (siehe Anhang) zu markieren. Der Starthelfer hat dafür zu sorgen, dass die hintere Begrenzung des Startraumes nicht überschritten wird.
Ausführung: Wenn der HF aufgerufen wird, nimmt er mit dem Hund Aufstellung im gekennzeichneten Startraum. Nach Startfreigabe überqueren beide die Startlinie, der Hund absolviert die Hindernisbahn und der HF läuft neben der Bahn. Die Hindernisse müssen vom Hund in Laufrichtung bewältigt werden. Fehler bei den Hindernissen können korrigiert werden, sofern das Hindernis noch ordnungsgemäß bewältigt werden kann (z.B. keine abgeworfenen Hürdenstangen beim Hochweitsprung und keine vom Hund umgestoßene Hürden). Beide überqueren in Laufrichtung die Ziellinie.
Bewertung:  Gemessen wird die Laufzeit zwischen dem Abgang des ersten Partners (HF oder Hund) an der Startlinie und dem Überschreiten der Ziellinie durch den letzten Partner.  
Eine Laufzeitsekunde entspricht einem Laufzeitpunkt. Die Ausgangspunkte minus Laufzeitpunkte minus Fehlerpunkte ergeben die Endpunkte.
Jedes ausgelassene und nicht korrigierte Hindernis wird mit 4 Fehlerpunkten bewertet. Das Umwerfen der Hürden wird mit je 4 Fehlerpunkten bewertet. Das Abspringen von der Schrägwand ist nicht fehlerhaft, das Aufsetzen bei den Hürden und bei der Halbtonne ist erlaubt. Jede Geräte- oder Hundeberührung durch den HF, die mit einem Vorteil für das Team Hund/HF verbunden ist, wird mit je 2 Fehlerpunkten bewertet.
Bei der Bewertung des Laufstegs wird dieser in 4 Abschnitte gegliedert: Aufgang, waagrechter Teil bis zur Mitte, waagrechter Teil ab der Mitte, Abgang. Jeder in seiner ganzen Länge nicht korrekt absolvierte Abschnitt wird mit je 1 Fehlerpunkt bewertet. (Beispiele: seitliches Aufspringen vor der Mitte, Rest korrekt = 1 Fehlerpunkt; seitliches Aufspringen nach der Mitte, Rest korrekt = 2 Fehlerpunkte; Abspringen vor der Mitte, Rest korrekt = 2 Fehlerpunkte; Abspringen nach der Mitte, Rest korrekt = 1 Fehlerpunkt). Das bloße seitliche Überspringen des Gerätes ist mit 4 Fehlerpunkten zu bewerten.
Beim Hochweitsprung wird das Abwerfen oder Unterlaufen einer Stange mit 1 Fehlerpunkt, das von zwei Stangen mit 2 Fehlerpunkten bewertet. Das seitliche Einspringen nach der ersten Stange mit anschließender Absolvierung der zweiten Stange bzw. das seitliche Ausspringen nach vorheriger Absolvierung der ersten Stange ist, mit je 2 Fehlerpunkten zu bewerten. Der Hochweitsprung kann auch als Doppelsprung (mit Aufsetzen zwischen den beiden Stangen) ausgeführt werden. 
4.4. Gemeinsame Bestimmungen für alle BS-Laufbewerbe
Bei allen 3 Laufbewerben muss der Hund ein Halsband tragen. Erlaubt sind dabei alle Arten von locker anliegenden handelsüblichen Halsbändern (z.B. Stoff- oder Lederhalsbänder), nicht aber Kettenhalsbänder. Ebenfalls nicht gestattet ist der Einsatz von Korallen- oder Stachelhalsbändern sowie von „Haltis“ oder Halsbändern mit integrierter Leine. Wenn der Slalom- oder der Hürdenlauf mit angeleintem Hund absolviert wird, darf das verwendete Halsband keinesfalls auf Zug gestellt sein.
Die Bahnen der einzelnen Laufbewerbe sollten in einem ausreichenden Abstand zueinander angeordnet werden, damit einzelne Geräte der Nachbarbahn für den Hund keine Verleitung darstellen. Sollte dies trotzdem der Fall sein, so sind diese „blinden“ Geräte zu entfernen bzw. so abzudecken, dass aus Sicht des Hundes keine Verwechslungsgefahr besteht. Die Entscheidung darüber hat der BSR zu treffen. Sollte sich erst im bereits laufenden Bewerb herausstellen, dass eine Verleitung offenbar nicht als solche rechtzeitig erkannt wurde, kann vom BSR bei erstmaligem Erkennen dieser Problemstelle eine Geräteentfernung bzw. -abdeckung veranlasst und eine einmalige Laufwiederholung für das anlassgebende Team gestattet werden.
Die Verwendung jeglicher für den Hund sichtbaren Motivationsmittel (v.a. Spielzeug, Futter) während der Ausführung der Laufbewerbe ist verboten. Eine Ausnahme dazu besteht in der Jüngsten- und Jugendklasse. In diesen Klassen dürfen Motivationsmittel sichtbar mitgetragen und während des Laufs in der Hand gehalten werden. Das Verabreichen von Futter bzw. das Werfen von Spielzeug ist aber in jedem Fall nur im hinteren Zielraum erlaubt. Das Verlieren von Futter bzw. des Motivationsgegenstandes auf der Laufstrecke führt in allen Klassen zur Disqualifikation. Sollte ein nachfolgender Hund durch verstreutes Futter offensichtlich abgelenkt werden, so kann der BSR eine einmalige Wiederholung gestatten. Die Hunde sind nach jedem absolvierten Bewerb am abgegrenzten Platz vom HF anzuleinen.
Der Einsatz von „Schleppern“ bei Ausführung aller Laufbewerbe ist verboten. Sollte bei Ausführung eines Laufbewerbes ein Hund außer Kontrolle des jeweiligen Starters geraten, so muss dieser Starter ohne fremde Hilfe versuchen, seinen Hund zurückzurufen und den Teilbewerb ordnungsgemäß zu beenden. Jede fremde Berührung dieses Hundes führt zu einer Bewertung dieser Laufdisziplin mit null Punkten.  Sobald alle Punkte eines Laufbewerbes durch Zeitüberschreitung und/oder Fehler aufgebraucht sind, ist diese Übung zu beenden und mit null Punkten zu bewerten; negative Punkte sind nicht möglich. Eine Laufdisziplin ist mit null Punkten zu bewerten, wenn sich der Hund während dieser entleert.
Sportschuhe mit auswechselbaren Stollen oder Stollen aus Metall sind zum Schutz des Hundes verboten. Es liegt in der Verantwortung jedes Hundeführers, eine Ausrüstung zu verwenden, bei der die Verletzungsgefahr für den Hund möglichst klein gehalten wird. 
In allen Fällen höherer Gewalt, die zu einer Störung in der Ausführung einer Laufdisziplin führen (z.B. das Umfallen von Hindernissen oder das Herabfallen von Stangen usw.), kann vom BSR die einmalige Wiederholung dieser Übung verlangt werden.

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